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Wenn es draußen kalt wird: Fotohandschuhe

Oder: an manche Produkte kommt man nur schwer heran :-)

Fast jeder kennt es, im Winter gibt es oft super tolle klare Luft für herausragende Fotos. Aber leider kommt diese klare Luft meist zusammen mit bissiger Kälte daher. Was natürlich besonders die Hände/Finger beeinträchtigt, die wir zur Bedienung der Kamera brauchen.

Es gilt nun einen Kompromiss zu finden zwischen gutem Schutz vor der Kälte und weiter gewährleisteter Bedienung der Knöpfe, Rädchen und anderen Elemente der Kamera. Der Markt bietet einige verschiedene Handschuh-Typen an. Fäustlinge sind bei mir gleich aus der Auswahl herausgefallen weil die zwar warm halten, aber die Kamera fast nicht mehr bedienbar ist. Auch das Konzept, dass die Fingerseite der Handschuhe wegklappbar ist, um kurz die Kamera einzustellen (bei dann freiliegenden Fingern) konnte mich nicht überzeugen.

Als Fan von Produkten aus Leder suchte ich also im Internet und fand vielversprechende Berichte über den Polarpro von Roeckl-Foto. Zwei verschiedene Lederarten (auf der Oberhand möglichst warm haltendes Lammfell-Leder und auf der Unterhand Peccary-Leder aus Peru um die Feinfühligkeit zu gewährleisten) kenne ich schon von meinem anderen Hobby, dem Motorradfahren.

Allerdings war es gar nicht so einfach, ein Paar Polarpro zu bekommen. Die Roeckl Zweigstelle hier in Frankfurt hat die Handschuhe aus der Roeckl-Sport Kollektion gar nicht, ich solle mich an den Fotofachhandel wenden. Ich habe dann Roeckl-Sport angeschrieben und um eine Bezugsquelle gebeten.

Die wurde mir zwar nicht genannt, aber der Polarpro sei bei Ihnen noch in zwei Größen verfügbar (das Produkt ist wohl eingestellt) und ich könne gerne einen davon bestellen. Das tat ich dann auch.

Nachdem zwei Wochen später noch nichts passiert war, suchte ich erneut im Internet und fand auch tatsächlich einen Frankfurter Fotohändler, der die Handschuhe als lieferbar im Shop listete, sogar in meiner gewünschten Größe. Ich also am nächsten Tag hin und voller Elan nach dem Handschuh verlangt. Der Verkäufer sah mich nur an und sagte, die seien nicht mehr im Sortiment. Als ich ihm dann den Online-Shop seines Arbeitgebers zeigte, wo die Handschuhe als verfügbar markiert waren klemmte er sich sofort ans Telefon um beim Lager anzurufen. Leider wieder ohne positive Antwort. Er wollte noch etwas anderes versuchen und bat um meine Daten für einen Rückruf.

Dieser erfolgte auch am nächsten Morgen, allerdings hatte er keine guten Nachrichten. Der Polarpro in der von mir gewünschten Größe sei nicht mehr erhältlich, er habe auch beim Hersteller angerufen.

Am selben Tag dann plötzlich ein Anruf von Roeckl, sie würden meine Sendung nun fertig machen und herausschicken.

Sollte ich tatsächlich das letzte deutschlandweit verfügbare Exemplar in Größe 8,5 gefunden haben?

Als das Paket am übernächsten Tag bei mir ankam war die Spannung groß. Würden die in anderen Reviews gelesenen positiven Eigenschaften erfüllt werden? Und vor allem: würde der Handschuh passen?

Hurra, er passte "wie ein Handschuh" und begleitet mich nun schon durch zwei Winter, in denen er sich beweisen durfte. Das Konzept funktioniert gut und ich kann Euch nur raten: wenn Ihr einen Winter-Fotohandschuh sucht schaut ob es noch irgendwo den PolarPro in Eurer Größe gibt.

Mein erstes Fotobuch

Ja, ich gebe es zu: ich hatte bis vorige Woche noch nie ein Fotobuch erstellt. Ich wollte immer, kam aber irgendwie nie dazu, aus den verschiedensten Gründen. Da traf es sich dann gut, dass mein bevorzugter Druckdienstleister @SaalDigital eine Aktion gestartet hat, wo man für Test und Review eines Fotobuches einen entsprechenden Gutschein bekam. D.h. mein erstes Fotobuch hat mich kein Geld gekostet. Trotzdem schreibe ich meine ehrliche Meinung völlig unbeeinflusst von SaalDigital.

Die erste Überlegung war natürlich, welches Thema das Fotobuch haben würde. Ich habe überlegt ob ich meine Frankfurt-Fotos nehme oder ein Glemseck-Treffen. Letztendlich habe ich mich dann für einen Querschnitt aus meinen bisherigen Model-Shootings entschieden.

Meine Empfehlung ist es, sich die Bilder aus dem Bestand herauszusuchen und der Einfachheit halber in einen neuen Ordner für das Fotobuch zu legen. Denn dann kann man diesen Ordner in der SaalDigital Software öffnen und die Bilder dann einfach auf das Fotobuch ziehen, ohne sie noch langwierig in den verschiedenen Archivverzeichnissen suchen zu müssen.

Kommen wir zur Software. SaalDigital stellt für alle Bestellungen eine Software bereit, die ich daher schon öfter genutzt habe (Abzüge, Wandbilder, etc). Nur noch nie für ein Fotobuch. Zuerst wählt man das gewünschte Fotobuch-Format aus, ich habe mich für diesen Review für A4 hochkant entschieden. Ich hätte im Querformat ungefähr die selbe Anzahl an Fotos gehabt, aber das Hochformat war gerade im Angebot, so dass ich mit dem Gutschein auskam und noch ein wattiertes Cover nehmen konnte. :-)

Nächster Schritt ist das "Tuning" des Fotobuches: Art des Covers, Geschenkverpackung, Cover mit oder ohne Wattierung, Cover und Inhalt glänzend oder matt (getrennt auswählbar), Anzahl Seiten, usw. Die Anzahl der Seiten kann man später noch einfach erweitern, nur nicht unter die Mindestzahl von 26 Seiten reduzieren.

Dann geht es an den schwersten Part, die Gestaltung mit den Bildern. Ich hatte aus Furcht vor diesem Schritt immer vor einem Fotobuch zurückgeschreckt weil ich dachte, dass ich das nicht schön hinbekomme und eigentlich auch nicht einfach ein Foto formatfüllend auf jede Seite klatschen wollte.

In der Software von SaalDigital kann man unter verschiedenen Designs und dort dann unter vielen Seitenvorlagen wählen. Wenn eine Vorlage mal nicht 100% die eigenen Ideen widerspiegelt, lässt sie sich auch noch individuell anpassen, das habe ich aber nur einmal für die Vergrößerung eines Bildplatzes genutzt.

Man wählt also eine Vorlage für die aktuelle Seite und kann dann einfach die Bilder in die dafür vorgesehenen Rahmen ziehen. Dort kann man sie dann noch skalieren oder im Rahmen des Bildes noch den gezeigten Ausschnitt verschieben, wenn man möchte auch Textfelder einfügen und beschriften.

Wie gesagt habe ich sowas zum ersten Mal gemacht, dafür ging es dank der Unterstützung der Software eigentlich ganz easy von der Hand. Ist man mit der Gestaltung fertig sollte man sich das ganze Fotobuch noch einmal genau anschauen und die eigene Arbeit überprüfen. Einige Mängel erkennt die Software bei einem Prüflauf von alleine und macht z.B. auf nicht ausgefüllte Textfelder aufmerksam.

Nach der Überprüfung wandert das Fotobuch dann in den Warenkorb, man füllt die entsprechenden Angaben aus und bekommt am Ende die Möglichkeit, die Fotos direkt zu SaalDigital hochzuladen (man kann auch alles auf CD brennen und diese einschicken, aber eine normale DSL-Leitung ist zum hochladen ausreichend). Mein Fotobuch kam auf knapp 100 MB.

Danach geht es - wie von SaalDigital gewohnt - sehr schnell. Bei mir hieß das: hochgeladen am Sonntag nachmittag und Dienstag war das fertige Fotobuch bei mir zuhause. Gespannt habe ich es ausgepackt und natürlich sofort schnell durchgeblättert. Die Fotos sind in sehr hoher Qualität gedruckt (kommt natürlich auch immer auf die Vorlagen an, die man hochlädt. Man bekommt für jedes Foto eine automatische Qualitätseinschätzung, bei mir war die immer auf "sehr gut") und das besonders schöne ist die Art der Bindung, die ein Foto auch über den Seitenfalz darstellt ohne im Falz etwas zu verlieren. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Prima finde ich auch, dass nirgends im Fotobuch ein SaalDigital-Logo oder ähnliches zu sehen ist.

Mir sind jedenfalls gleich Ideen für weitere Fotobücher gekommen und ich werde dies nun öfter realisieren weil es einfach nicht nur von der Haptik etwas ganz anderes ist, ein Fotobuch in der Hand zu halten. Irgendwie schöner als die Bilder auf dem digitalen Gerät "durchzuscrollen". Natürlich kann ich nicht mit anderen Anbietern vergleichen, weil es wie gesagt mein erstes Fotobuch überhaupt war. Aber ich bin - mal wieder - sehr angetan von den Saal Digital Produkten und spreche eine klare Empfehlung aus.

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